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Ansichtssache

 

Ansichtssache

Ich bin Gott sehr dankbar, hier in der Gemeinde in spe auch ein geistliches Zuhause gefunden zu haben. Die Stunden in denen wir zusammen Gottesdienste feiern, ermutigen mich immer sehr meine persönlichen Baustellen in Angriff zu nehmen und richten meinen Blick wieder auf Gott aus. Ganz besonders erfrischend sind auch immer die Bibelarbeiten. Da die Leute hier aus einem ganz anderen Kontext kommen als die Christen, die ich in Deutschland so kennengelernt habe, haben sie auch einen ganz speziellen Blickwinkel, aus dem sie verschiedene Bibelstellen betrachten. Zum Beispiel leben die Menschen hier zum größten Teil von ihrer Landwirtschaft. In der Bibel gibt es sehr viele Passagen, die sich auf diesen Berufszweig und alles was damit zu tun hat, beziehen. So sprechen solche Verse diese Menschen hier auch besonders an und sie können da viel mehr mit anfangen als unsereins. 

Vergangenen Mittwoch nahmen wir in der Bibelstunde  einen Abschnitt aus Apostelgeschichte 5 durch. Dort steht in Vers 29: Aber Petrus und die Apostel antworteten und sprachen: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen!"  Ich hatte den Vers immer so für mich interpretiert: Wenn die Regierung, oder jemand der über dir steht, von dir verlangt zu sündigen, dann musst du Gott mehr gehorchen. Die Geschwister hier kommen alle aus dem Hintergrund der Altkolonie. Das sind Gruppen von Deutschen, die abgesondert von der Außenwelt in ihren eigenen Gesetzen und Vorschriften leben, und meinen sich dadurch den Himmel zu verdienen. Ganz sicher dürfen sie sich ihrer Errettung aber nie sein, denn das wäre Hochmut. Solche Gemeinschaften gibt es in sehr vielen Süd- und Nordamerikanischen Ländern. Und von dort kommen auch die Mitglieder dieser Gruppe hier in El Cuervo. So kamen sie beim Betrachten dieses Verses sofort auf das Leben unter solchen, von Menschen aufgestellten, Gesetzen. Nun unterhielten wir uns fast eine Stunde lang darüber. Ich erfuhr dabei viel über die Vorschriften solcher Altkolonier. Einige meiner Leser haben davon noch nicht so viel gehört, deshalb teile ich hier einige Beispiele mit. 

  • Die Kleidung muss aus dunklen Farben bestehen - helle Farben stehen für Hochmut
  • Ein Sarg muss leicht gebaut werden und über das Grab darf mein keine Beton oder Metallplatte legen, sonst kann der Tote am jüngsten Tag nicht auferstehen
  • Altkolonier müssen mit dem Kopf in die eine Himmelsrichtung, Ungläubige entgegengesetzt begraben werden
  • Wenn eine Frau beim Tod ihre Haube nicht auf dem Kopf trägt, kommt sie in die Hölle
  • In der Kirche und bei Jugendstunden darf nicht gelacht werden.
  • usw

Über einige Dinge kann man schmunzeln, aber es ist eigentlich sehr traurig, wenn man bedenkt was für ein dunkles, trostloses Leben diese Menschen führen. Die Geschwister, mit denen wir diesen Bibelvers betrachteten, sind so dankbar nicht mehr in dieser Unsicherheit und Dunkelheit leben zu brauchen. Sie brauchen keinen Menschengeboten mehr gehorchen, sondern nur noch Gott und seinem Wort. Und das bedeutet echte Freiheit! 

Mir macht es immer wieder Freude mit diesen, teilweise jungen, Christen die Bibel zu betrachten und durch ihre (etwas) andere Sichtweise inspiriert zu werden. 

Ihr könnt gerne mit mir für diese entstehende Gemeinde beten. Am zweiten Aprilwochenende soll hier die Gemeindegründung und Ältesteneinsegnung durch Viktor Neufeld (Missionar meiner Heimatgemeinde, ausgesandt über die BM) stattfinden. Um dieses Wochenende herum werden zusätzlich Veranstaltungen wie Zeugnisabende, Vorträge zum Thema Gemeinde, Jugendthema "Leben mit Vision" und Kindertage stattfinden.

Bitte betet für:

  • Bekehrungen bei den eingeladenen Menschen aus der Umgebung
  • Gesegnetes Jugendthema
  • Gesegnete Kindertage
  • Störungsfreie Durchführung der Veranstaltungen

Vielen Dank fürs Mitbeten!

Marianne unterstützen

Spendenkonto Deutschland:

Bank: Raiffeisenbank Obernburg e.G

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