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Mein Alltag

 

Heute möchte ich euch ein wenig von meinem Schulalltag berichten. Bin ja jetzt seit drei Monaten dabei und habe noch nicht wirklich viel darüber erzählt. 

Mein Schultag beginnt um ca. 6:30 Uhr. Ich mache mich fertig, frühstücke und gehe den vor mir liegenden Unterricht noch einmal durch. Das Wichtigste an jedem Morgen ist aber das Gebet und das Bibellesen. Dadurch bekomme ich Kraft und Freude, die ich sehr dringend benötige, da so ein Tag mit den Kindern sehr anstrengend werden kann. Um 8 Uhr beginnt dann der Unterricht. Die erste Unterrichtseinheit läuft eine Stunde lang, da wir dort auch immer eine Andacht abhalten, die darauffolgenden Einheiten dauern jeweils 45 min. Um 11:45 Uhr ist dann die Mittagspause. Bis dahin haben wir vier Schulstunden hinter uns, in denen wir Deutsch, Mathe, Natur/Sozialkunde oder Bibel unterrichtet haben. Nach der Mittagspause, die ich immer wochenweise abwechselnd bei den Familien unserer Schüler verbringen darf, beginnt dann um 12:30 Uhr wieder der Unterricht und geht dann bis 14:05 Uhr. Das sind dann wieder zwei Schulstunden, in denen wir weiter an den Fächern arbeiten, wo wir noch etwas nachzuholen haben oder in denen wir draußen spielen, singen, basteln und malen. 

Meine "Klasse" besteht aus zwei Erstklässlern und einem Drittklässler. Der Spagat zwischen diesen unterschiedlichen Anforderungen und  Bedürfnissen ist oft sehr anstrengen und ich weiß oft nicht wie ich den Kindern gerecht werden soll, da sie sehr viel Aufmerksamkeit einfordern. Da brauche ich immer wieder die Gebetszeiten sehr nötig. Auch für euer Gebet bin ich dankbar. Gott sei Dank darf ich aber auch viele schöne Erlebnisse mit den Kindern machen.

Am Nachmittag habe ich dann meistens Zeit, um mich auszuruhen, etwas für die Schule vorzubereiten, Besuche zu machen, einkaufen zu fahren oder sonst etwas zu unternehmen. Abends ist dann eigentlich an jedem Tag der Woche etwas los. Am Montag habe ich sechs Klavierschüler, die ich bis 19:30 Uhr unterrichte, am Dienstag findet zur Zeit unsere Chorprobe statt, am Mittwoch habe ich drei Klavierschüler und danach ist die Sing- und Bibelstunde. Am Donnerstagabend fahren wir mit den Jugendlichen dieser Gemeinde nach Buenos Aires zum wöchentlichen Volleyballturnier und am Freitag unterrichte ich von 15 - 20:30 Uhr zehn Klavierschüler der selben Kolonie. Der Samstag ist eigentlich immer frei - nur abends kommen einpaar Mädchen zu mir und wir gehen gemeinsam einen Mädchenkurs durch. In diesem Kurs geht es darum, richtige Entscheidungen im Leben anhand der Bibel zu treffen. Am Sonntag beginnt um 9 Uhr der Gottesdienst, um 11 Uhr gibt es Mittagessen, um 12 Uhr fahren wir los zur Jugendstunde die um 13 Uhr beginnt, und sind dann meistens um kurz vor 23 Uhr wieder zu Hause. 

Ihr seht also, dass bei mir immer ziemlich viel los ist, aber dafür bin ich ja auch hier. Es zwar oft sehr anstrengend und ich habe leider sehr oft mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen, aber ich sehe in meiner persönlichen Zeiteinteilung auch noch viel Nachholbedarf. Außerdem machen mir alle Schwierigkeiten immer bewusst, wie abhängig ich von Gott bin. 

Ich bin dankbar für jedes Gebet. Ganz besonders plagen mich zur Zeit die Gedanken, wie und wo es nach meinem Einsatz im Juni für mich weitergehen soll. Wäre euch dankbar, wenn ihr mich auch dort im Gebet unterstützen würdet.