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Unerwarteter Zwischenstop

 

Es ist jetzt schon etwas länger her, seitdem wir von uns haben hören lassen. Viele von euch wissen, was in der Zwischenzeit bei uns so los war, aber hier kommt nochmal der ausführliche Bericht, für alle, mit denen wir nicht persönlich reden konnten.

Wie im letzten Bericht (Halbzeit.) schon als kleinen Vorblick beschrieben, wurde uns bei der Einreise im September nur ein halbes Jahr Aufenthalt genehmigt, auch wenn das Visum für zehn Jahre gültig ist. Deswegen sind wir zu den Niagarafällen gefahren, um von Canada aus erneut in die USA einzureisen, um erneut eine Aufenthaltsgenehmigung für sechs Monate zu bekommen.

Da an den Niagarafällen gerade noch Nebensaison war, konnten wir uns ein tolles Hotel mit einem unglaublichen Ausblick für einen sehr guten Deal bekommen. Wir hatten dort zwei sehr schöne und entspannte Tage.

Am dritten Tag, Freitag, wollten wir uns dann nach einem guten Frühstück auf den Weg zurück nach Columbus machen. Man braucht mit dem Auto ca. 5,5 Stunden für die Strecke.

Aber als wir über die Grenze mussten, kam alles sehr anderes als geplant. Wir hatten von verschiedenen Seiten gehört/gelesen, dass man 30 Tage Zeit zum Ausreisen hat, nachdem die Aufenthaltsgenehmigung abgelaufen ist. Deswegen sind wir 15 Tage später ausgereist als die Genehmigung gültig war. Das wurde uns dann zu einem großen Problem, denn die 30 Tage gelten für andere Visa, nicht für unsere. Bei der Ausreise hat sich keiner dafür interessiert, aber als wir um eine erneute Einreiseerlaubnis bitten mussten, hat der Grenzbeamte uns aufgrund dieser 15 Tage das Visum gestrichen, das ja eigentlich noch für 9,5 Jahre gültig war. Somit war uns eine Einreise nicht mehr möglich. Das war ein großer Schock für uns. Wir wussten nicht, was wir nun machen sollten. Wir haben sehr viel Zeit im Internet und noch mehr Zeit im Gebet verbracht, um herauszufinden, was es für Möglichkeiten für uns gibt. Da wir kein Hotel mehr hatten und irgendwo hinmussten, sind wir in die nächst größere Stadt Toronto gefahren und haben uns dort ein Motel genommen. Viele Leute in Deutschland und Amerika haben für uns in dieser Zeit gebetet, wofür wir sehr dankbar sind.

Wir haben uns dann entschieden zurück nach Deutschland zu fliegen und dort nochmal zu versuchen ein Visum zu bekommen. Also sind wir in Toronto in eine Bibliothek gegangen (freies Internet) und haben uns auf die Suche nach Flügen für den nächsten Tag gemacht und einen erneuten Antrag für ein Visum gestellt. Am Sonntagmorgen mussten wir das Auto, das zum Glück gemietet, und nicht von Agora war, am Flughafen abgeben. Nach einem 14 stündigen Aufenthalt am Flughafen ging dann unser Flug zurück nach Deutschland

Der nächste freie Termin bei der Botschaft war dann gleich am Dienstag. Bei den Visa und auch bei der Einreise hängt viel von dem jeweiligen Beamten ab. Er hat die Macht, Visa/ Einreise zu gewähren oder auch einen für drei bis fünf Jahre zu sperren. Da wir letztes Mal zwei Monate auf das Visum gewartet haben, konnten wir uns auch nicht vorstellen, wie lange es dauern würde, bis wir eine Antwort bekämen. Trotzdem konnten wir erstaunlicher Weise ganz ruhig bleiben. Wir wussten, dass viele für uns beten, und dass Gott einen Plan hat, auch wenn wir ihn nicht verstehen. Als wir dann dran waren, haben wir unsere Situation erklären können und der Beamte hat uns auch verstanden. Er hat uns sofort gesagt, dass er uns innerhalb der nächsten Woche unsere neue Visa zuschickt, und wir dann nur noch den Grenzbeamten vor Ort überzeugen müssten. Das war eine große Erleichterung für uns und nun konnten wir unseren Aufenthalt in Deutschland genießen.

Wie auch beim letzten Mal geschrieben, hatte wir schon sehr Heimweh. Jetzt konnten wir Ostern mit der Familie verbringen, unsere Freunde treffen und wieder den Gottesdienst mit unserer Gemeinde feiern😊

Was mit das Beste an der ganzen Sache war, ist, dass in der Zeit in der wir in Deutschland waren, unsere kleine Nichte geboren ist. Ich war schon sehr traurig, dass ich sie erst mit knapp sechs Monaten sehen würde, aber jetzt konnte ich sie halten, als sie erst einen Tag alt war.

Unsere Pässe kamen dann auch früher an als erwartet, und so sind wir nach 10 Tagen Heimaturlaub wieder zurück nach Columbus geflogen. An der Grenze haben wir nochmal kurz gezittert, aber wir haben gespürt, das viele Gebete für uns losgeschickt wurden. Es gab keine großen Probleme, wir mussten wenig erklären oder überzeugen, und haben nochmal sechs Monate bekommen, obwohl unser Rückflug schon in fünf Monaten gebucht war.

Hier sind wir Mittlerweile wieder sehr im Alltagstrott drin. Ich habe für den Afterschoolroom sehr viel Dokumentation nachzuholen und sehr viel für die Sommferien zu planen, so dass es sich nach einer Woche gar nicht mehr so anfühlt, als ob man gerade erst zurück gekommen ist.

Auch wenn die letzten zwei Wochen nicht so geplant waren, nehmen wir die Zeit in Deutschland als Gottes Geschenk an uns an. Es war schön, alle zu sehen und sich zu erholen. Aber vor allem auch bei der Budgetplanung waren die zwei Wochen so nicht mitgerechnet. Wir haben auch kurz überlegt, ob es sich überhaupt noch lohnt, nochmal zurückzufliegen und alles nochmal (Visa+Flüge) zu bezahlen. Aber wir wussten auch, dass unser Dienst hier nicht zu Ende war und wir nochmal zurückkommen mussten. Nicht nur weil unsere ganzen Sachen noch hier waren, sondern weil wir zum einem in der Kindertagesstätte gebraucht werden und zum anderen endlich etwas tiefere Beziehungen zu den Kidschurchkindern aufbauen konnten. Deshalb freuen wir uns über jede finanzielle Unterstützung, die wir bekommen.  Vielen Dank für alle, die uns im Gebet und durch Spenden in diesem Jahr unterstützten!

Stephan&Mirjam unterstützen

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