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Erste Tage in Kirgisistan

 

Grüße aus Bischkek!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn mich jemand fragt: "Und wie ist es so? Wie läuft dein Missionseinsatz? Erzähl!", dann weiß ich im ersten Moment nicht, was ich sagen soll. Oder eher, wo ich denn bloß anfange.

Also. Ich bin jetzt seit zehn Tagen in Bischkek, der Hauptstadt von Kirgisistan, und arbeite bei der Organisation Arms of Love. Arms of Love hat ein Frauenhaus, eine Obdachlosenhilfe und seit neusten auch ein Haus für männliche Jugendliche, die zu alt sind, um noch im Kinderheim wohnen zu dürfen.

Dieses breit gefächerte Aufgabenfeld war es auch, weswegen ich mich für Bischkek als Reiseziel entschieden habe, und weil ich in diesen Bereichen keine Erfahrung habe und das gerne ändern möchte. Aber warum ich überhaupt erst im Ausland bin, liegt daran, dass ich einen Gutschein für einen Missionseinsatz im Osten gewonnen habe ; )

Das Team ist für so viel Arbeit wirklich klein: Leiterin ist Natasha, die vor vierzehn Jahren das Projekt gestartet hat, und die anderen Mitarbeiter sind Lena, Teresa und Yeva, eine Russland-Amerikanerin (oder Amerika-Russin? Der Fachausdruck ist mir nicht bekannt ; ) ). Auf dem Foto v.l.n.r.: Teresa, Yeva, Natasha und Lena.

Teresa ist meine Mitbewohnerin, Ansprechpartnerin und Chefin für die nächsten sieben Wochen. Wir teilen uns eine kleine Wohnung im zweiten Stock des Frauenhauses. Sie kommt eigentlich aus Usbekistan, und kann neben Usbekisch noch fließend Russisch und Kirgisisch. Englisch eher weniger, aber sie wird mit jedem Tag besser. Aktuell verständigen wir uns per Google Translate (Technologie ist einfach wunderbar!). Sie ist so etwas wie eine Sozialarbeiterin und für die Frauen im Frauenhaus verantwortlich. 

Daher liegt mein Aufgabenschwerpunkt auch dort. Da ich noch kein Russisch spreche (ich kann jetzt aber schon das Alphabet!!), helfe ich eher praktisch mit und weniger "sozial". Ich koche, putze, helfe beim Einkaufen oder schließe dem Klempner alle möglichen Türen auf, damit er herausfinden kann, warum wir gerade kein heißes Wasser haben (Teresa und Co. waren bei einem Seminar und dann war ich die Schlüssel-Beauftragte - wegen den Kindern müssen aus Sicherheit einige Räume abgeschlossen werden, z.B. der Keller oder der Schuppen). Ich durfte auch schon die Hühner füttern! Da ich leider als Stadtmensch geboren wurde, konnte ich erst jetzt diese Erfahrung machen : ). Ich habe mich aber scheinbar nicht so gut angestellt, denn die Hühner sind weggerannt, sobald sie mich gesehen haben ...

Soweit der erste Eindruck.

Zum Schluss noch ein Gebetsanliegen:

Vor ein paar Monaten lebte hier eine Frau mit ihrem achtjährigen Sohn, Ruslan. Sie war lungenkrank, ist dann gestorben und ihr Sohn kam ins Kinderheim. Teresa hat ihn aber immer besucht und er ist ihr richtig ans Herz gewachsen. Nur: weil seine Mutter so lange krank war, konnte er für zwei Jahre nicht die Schule besuchen, weswegen er sehr hinterher ist. Er kann scheinbar nicht so gut sprechen wie die anderen. 

Jetzt will ihn die Heimleitung in ein anderes Heim überführen, in dem die weniger "guten" Jungs sind. Was für seine Sprachfähigkeiten natürlich nicht hilfreich wäre. Teresa würde ihn sehr gerne adoptieren, aber weil sie nicht die kirgisische Staatsbürgerschaft hat noch mit einem Kirgisen verheiratet ist, geht das nicht. Jetzt möchte sie die nötigen Papiere beantragen, aber das ist sehr schwierig. Deswegen die Bitte an euch: Bitte betet für Teresa und Ruslan, dass er nicht "abgeschoben" wird und dass es mit dem Antrag klappt und Teresa ihn bald adoptieren darf.

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