Loading...

Auf dem Bazar

 

Winterwonderland (wenn auch nur kurz)

Diese Woche hat es zum ersten Mal in Kirgisistan geschneit. Ich habe mich richtig gefreut, weil die ganze Stadt gleich viel netter aussah (sonst ist alles grau in grau) und die kalte Luft dann so wunderbar im Gesicht beißt. Die Einheimischen dagegen waren entsetzt, denn hier schneit es sonst erst im Dezember, und haben sich daher sehr aufgeregt (Russen sind sehr temperamentvoll ; ) ).

Leider lag der Schnee nur für einen Tag und jetzt am Wochenende sind es wieder fast 20 Grad Celsius.

Noch sind zwar warme Temperaturen, trotzdem bereiten sich schon viele Kirgisen auf den Winter vor. Denn sobald es kälter wird, wird das Gemüse im Laden teuer und daher wird viel eingeweckt. Vor meiner Ankunft wurden bereits Gurken und Tomaten verarbeitet. Schweinbar sind saure Gurken ein Genuss, den man im Winter nicht missen kann, who knew ; )

Großeinkauf

Um weitere Vorräte für den Winter einzukaufen, sind Teresa, ihr Kumpel Igor und ich diesen Freitag früh auf den Bazar gefahren.

Ich weiß nicht ganz, was ich von so einem Großmarkt erwartet habe, aber sicherlich nicht sowas. Statt in einer überdachten Halle, werden alle Waren draußen angeboten und statt einem Einkaufswagen fährt man einfach von Stand zu Stand mit dem Auto und lädt gleich alles ein!! Teilweise total unpraktisch, weil die Wege so schmal sind, dass nur ein Auto durchpasst und dann ist schnell alles verstopft und das Gehupe geht los (zum Glück war unser Fahrer, der Igor, enorm gut im Abschätzen von Distanzen und wir sind nirgendwo steckengeblieben).

Die Bauern reisen mit Minibussen, Anhängern oder Containern an, stellen einen Sonnenschirm und eine Waage auf und los geht’s. Wir sind zuallererst zu den Kartoffeln und Zwiebeln gefahren. Ich war wirklich erstaunt, wie viel es davon gab! Säcke über Säcke, die sich meterhoch stapeln! Kartoffeln, Zwiebeln (und Karotten) sind übrigens die Hauptlebensmittel hier, und somit ist es eine echte Herausforderung, aus drei Zutaten immer etwas Neues zu kochen.

Als wir genug Kartoffeln und Zwiebeln für den Winter eingekauft hatten, ließen wir unser Auto stehen und sind zu Fuß weiter zu den „kleinen“ Gemüse- und Obstsorten. Und davon gab es wirklich eine riesige Auswahl!! Ich dachte es würde auf dem Bazar laut und voll werden, aber es war einfach nur staubig, wie Bischkek nun mal so ist. So aber wunderschöne bunte Farben von all den knackigem Gemüse und tolle Gerüche von Äpfeln und Kräutern.

Neben uns und den Verkäufern gab es noch Männer, die für Bezahlung die gekaufte Ware in alten Wagen aus Metall von Stand zu Stand schoben, oder Mittagessen, Tee und Kaffee anboten. So standen aber viele Menschen untätig herum. Oft fünf Leute pro Stand, obwohl nur eine Person abrechnete und die andere die Säcke ins Auto hievte. Besonders viele junge Männer, die dann entweder am Handy hingen oder gegeneinander Scheinkämpfe ausfochten.

Am Ende waren wir zwei volle Stunden auf dem Bazar und waren erst zum Mittagessen wieder zurück. Um 14 Uhr haben wir gleich damit angefangen, die erste Fuhre Gemüse zu schälen und zu schneiden. Montag machen wir weiter – vom Einkochen werde ich aber erst von nächste Woche erzählen : ).

Das Projekt unterstützen

Spendenkonto Deutschland:

Bank: Raiffeisenbank Obernburg e.G

IBAN: ‎DE67796665480000525928

BIC / SWIFT: GENODEF1OBE

Spendenkonto Schweiz:

Bank: Raiffeisenbank Obernburg e.G

IBAN: ‎DE67796665480000525928

BIC / SWIFT: GENODEF1OBE

Hilf von dem Projekt weiter zu erzählen Wähle dazu ein beliebiges soziales Netzwerk

An das Spenden erinnern

Erinnern An das Spenden später erinnern