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Einkochen für den Winter

 

Der Winter kommt

Vor einer Woche war es noch richtig schönes T-Shirt-Wetter, jetzt werden die Tage aber merklich kühler. Schneeregen war auch schon dabei. Daher bin ich sehr froh, dass wir die Aktion „Vorräte anlegen“ schon hinter uns haben.

Letzten Freitag ging es dann nachmittags nach dem Bazar gleich los mit dem Einkochen. Wir haben zwei verschiedene Rezepte gemacht, am Freitag eines mit Möhren und am Montag einen Salat mit Aubergine (irgh). Beim ersten Rezept haben wir 10 kg Mohren verarbeitet und zirka 8 kg Tomaten. Das musste natürlich alles geschält und geschnitten werden. Ich durfte persönlich mit einer der Frauen 1,5 kg Knoblauch schälen – die Hände sind danach sowas von klebrig, das hätte ich nie erwartet!

Nebenbei wurden die großen Gläser, in denen später eingeweckt wird, gewaschen und dann im Ofen sterilisiert. Im Haus hat es dann verbrannt gerochen und auch etwas gequalmt, da der Ofen nicht ganz sauber war …

Um dann die fertig geschälten Karotten und den Knoblauch für das erste Rezept klein zu kriegen, wurden sie mit einem Fleischwolf zerhackt (und ich dachte immer, den nimmt man nur für Fleisch!!).

Dann war alles endlich fertig bzw. keimfrei sauber. Unser Herd in der Küche war aber zu klein, um so viel Gemüse zu kochen, und Teresa hat dann dafür draußen einen kleinen Metallofen mit Papier und Holz befeuert.

Die fertigen Gerichte werden „Salate“ genannt (Салат) und als Beilage zu Reis oder Nudeln gegessen. Enorm viel Aufwand, besonders bei den Mengen, aber das Ergebnis war wirklich lecker. Nur wurde am Ende leider noch Essig zugegeben, das war mir dann zu sauer. Aber das Rezept werde ich mir definitiv merken : D (ohne Essig natürlich).

Diesen Montag dann das gleiche nochmal, nur mit anderem Rezept. Aufgemacht werden die Gläser dann im Dezember.

Rezept mit Möhren

  • 1,5 kg Tomaten klein schneiden
  • 1 kg Möhren reiben
  • 100 gr Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 1 Becher Sonnenblumenöl
  • 1,5 Stunden schmoren
  • 15 Minuten vor Schluss: 100 gr gepressten Knoblauch dazu
  • 1 Tl schwarzen Pfeffer
  • 5 Minuten vor Schluss 1 Tl Essig

Rezept mit Aubergine

  • 5 kg Aubergine
  • 3 kg Paprika
  • 3 kg Tomaten
  • Alles in mundgerechte Stücke schneiden
  • 3 kg Zwiebel (in Ringen)
  • Alles nacheinander schmoren
  • 500 gr Knoblauch
  • 2 Tl Zucker und 2 Tl Salz
  • 2 El Essig

Bei der ganzen Aktion ist mir eine Sache aufgefallen, die mich enorm herausfordert. Eigentlich wollten wir am Mittwoch auf den Bazar fahren, so hat es mir jedenfalls Teresa am Abend davor mitgeteilt. Am nächsten Morgen mach ich mich also fertig und warte auf Teresa. Das dauert aber. Irgendwann kommt sie und sagt, dass wir heute doch nicht fahren, sondern Freitag.

Das war jetzt nicht super dramatisch, dient aber als gutes Beispiel für meine erste Herausforderung hier: wenig Planung. In den ersten beiden Wochen bin ich oft am Morgen aufgestanden und wusste nicht, was ich heute machen werde. Sowas ist für mich als Planungsmensch super schlimm! Ich weiß gerne, was mich morgen (oder übermorgen oder nächste Woche) erwartet. Die ersten Tage bin ich wirklich halb wahnsinnig geworden, weil das hier so ganz anders ist als in Deutschland. Langsam lerne ich aber, meinen Tag (und somit meinen Plan) in Gottes Hände abzugeben und dort auch zu lassen.

Wohlan nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen — und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird! Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.

Jakobus 4,13.15

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